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Aktuelles

Esmer löst Pross als Trainer ab

MERZHAUSEN (dd). Der Fußball-Gruppenligist TuS Merzhausen überrascht zu Beginn der Winterpause 2011/12 mit der Mitteilung, dass der derzeitige Tabellensiebte und Trainer Werner Pross ab sofort getrennte Wege gehen werden.

Nöll: Leistung des Teams genügt den Ansprüchen nicht

Gleichzeitig hat der Verein seinem derzeit verletzt pausierenden Mittelfeldroutinier Tarkan Esmer (38) als Nachfolger von Pross die Trainingsleitung beim Gruppenligisten übertragen.

Die Demission von Werner Pross (49) beim TuS, wo er 2009 als Nachfolger von Leo Caic seine Arbeit begonnen hatte, wird in einer gemeinsamen Erklärung der Verantwortlichen des Vereins und des Trainers vom gestrigen Freitag bestätigt und darin als „einvernehmlich getroffene Entscheidung" bezeichnet.

Beide Seiten legen Wert auf die Feststellung, dass man sich die Entscheidung angesichts der zurzeit eher positiven sportlichen Situation des Klubs im oberen Tabellendrittel (33 Punkte, 48:44-Tore) nicht leicht gemacht habe, es aber dennoch nachvollziehbare Gründe gegeben habe, sich beiderseits neu zu orientieren.

Abteilungsleiter Andreas Nöll verweist in der Mitteilung des TuS darauf, dass das Gruppenligateam in jüngster Zeit oft nicht mehr den Ansprüchen genügt habe, die einer mit etlichen spielstarken und früher höherklassigen Akteuren besetzten Mannschaft abverlangt werden könnten. Bei einer kritischen Prüfung aller möglichen Gründe für den Zick-Zack-Kurs des Teams stelle sich in diesem Zusammenhang ganz automatisch auch die Trainerfrage, obwohl die sportliche Zielsetzung bislang erreicht worden sei. Mannschaft und Trainer hätten der sportlichen Leitung oft den Eindruck vermittelt, dass die Geschlossenheit im Team als wichtigstes Leistungsmerkmal fehlte. Darauf wolle man mit einem Wechsel im Amt des Trainers rechtzeitig reagieren, erklärt Nöll, der Werner Pross im Übrigen „für seinen engagierten Einsatz während der rund zweieinhalbjährigen Tätigkeit beim TuS" dankt.

„Vertrauensverlust"

Werner Pross ergänzt aus seiner Sicht, dass ihm zuletzt die im Umfeld der Mannschaft gewachsene Unruhe und Ungeduld nach schwächeren Auftritten des Teams die Arbeit erkennbar erschwert hätten, auch wegen des daraus resultierenden Vertrauensverlustes auf beiden Seiten. Auf keinen Fall wolle er einer neuen Lösung im Verein im Wege stehen und gehe auch keineswegs im Groll. Denn der TuS könne auf dem Erreichten aufbauen. Jedenfalls sei hier das Potenzial vorhanden, um in der Klasse auch weiterhin auf dem Erfolgsweg zu bleiben.

Pross erklärt gleichzeitig, dass er „ohne Wartezeit" für die Übernahme einer neuen Aufgabe zur Verfügung stehe. Trainersohn Christopher dagegen hat dem TuS Merzhausen signalisiert, dass er auch weiterhin für den Gruppenligisten spielen will.

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